Die Säulen der Erde ( Kosmos Verlag ), Michael Rieneck und Stefan Stadler,
2 - 4 Spieler ab 12 Jahre
In 6 Spielrunden hat jeder Spieler das Ziel, möglichst viele Siegpunkte zu erreichen.Jede Spielrunde beinhaltet drei Spielphasen. In der dritten Spielphase sind es sogar 14 einzelne Auswertungspunkte und doch brauchen Sie keine Angst zu haben :Die dritte Spielphase ist weder übermäßig lang, noch kompliziert, da alle Auswertungspunkte direkt auf dem Spielplan checklistenartig gespielt werden.
Spielphase I
Dazu stehen uns Handwerkerkarten zur Verfügung, die vor dem Spiel nach Runden sortiert wurden. Dazu sind auf den Handwerkerkarten-Rückseiten die Zahlen 1 - 6abgebildet.
Für die erste Spielrunde werden alle sechs Handwerkerkarten mit der 1 aufgenommen und davon vier Karten als Auslage ausgelegt. Die restlichen Karten werden nicht mehr benötigt. Zwei der vier Karten werden offen auf den 10. Abschnitt der dritten Spielphase gelegt.
Die verbliebenen zwei Karten kommen unter das Spielbrett in eine Auslage. In diese Auslage kommen auch noch sieben Baustoffkarten gelegt. Davon gibt es neue Karten, die jede Runde wieder neu gemischt werden. In dieser Spielphase I können nun die Spieler sich Karten aus dieser Auslage nehmen.
Angefangen beim Startspieler wird dies reihum so lange wiederholt, bis alle Karten der Auslage genommen wurden oder keiner mehr Karten will. Nimmt sich ein Spieler einen Handwerker, kostet ihn dies Gold. Wie viel Gold er einsetzen muss, steht auf der Handwerkerkarte. Um dies vorweg zu nehmen, liegen auch noch zwei Handwerker auf dem 10. Abschnitt in Spielphase III, die es kostenlos gibt, sofern derSpieler dort einen Baumeister einsetzt - dazu gleich mehr. Es gibt ganz verschiedene Handwerker, wo denen der Spieler am Anfang des Spiels schon 3 Karten erhalten hat :1 Mörtelmischer1 Schreiner1 Steinmetz
Auf jeder Handwerkerkarte stehen 3 wichtige Ertragsangaben.Anzahl der benötigten Rohstoffe, wie oft diese produziert werden können und wie viele Siegpunkte es dafür gibt. Auf dem Mörtelmischer steht zum Beispiel : Für 3 Kies - dies kann 1 x vollzogen werden - erhältst Du 1 Siegpunkt.Diese Werte erhöhen sich im Laufe des Spiels durch neue Handwerker.Es werden weniger Rohstoffe benötigt und es gibt dafür mehr Siegpunkte.Außerdem gibt es Handwerker, die mehrfach in einer Spielrunde Rohstoffein Siegpunkte umwandeln können.
Bedauerlicherweise darf aber nur jeder Spieler fünf Handwerker besitzen und dies bedeutet, dass auch einmal ein Handwerker eiskalt entlassen werden muss, um einen freien Platz zu erhalten. Spielen ist halt Leben. Außer Handwerker kann der Spieler auch Baustoffkarten nehmen. Baustoffkarten berechtigen den Spieler, bestimmte Rohstoffe abzubauen. Dazu hat jeder Spieler zu Anfang des Spiels Arbeiterspielfiguren in seiner Farbe bekommen.
7 kleine Spielfiguren ( je 1 Arbeiter ) und eine große Spielfigur ( 5 Arbeiter ).Auf jeder Baustoffkarte steht, wie viele und welche Rohstoffe er abbaut und wie vieleArbeiter er dafür einsetzen muss. Nimmt sich ein Spieler eine Rohstoffkarte, stellt er die benötigte Anzahl an Arbeiter in das dafür vorgesehene Rohstofffeld auf dem Spielbrett. Hat ein Spieler nicht mehr genug Arbeiter um eine Rohstoffkarte zu nehmen, kann er die Karte nicht erwerben. Für übrig gebliebene Arbeiter gibt es aber ein Extrafeld auf dem Spielplan : "Wollmanufaktur" wofür er Gold erhält.
Spielphase II
In der zweiten Spielphase hat der Spieler drei seiner Baumeister eingesetzt und zwar genau auf einen dieser 14 Abschnitte der dritten Spielphase. Dieses Baumeisterwerden vom Startspieler blind aus einem Beutel gezogen. Dazu muss der Spielerdes gezogenen Baumeisters entscheiden, ob er bestimmte Kosten übernehmen will.Dies zeigt ein Kostenstein auf einer Kostenleiste. Der erste Baumeister kostet mehr, als der letzte gezogene Baumeister.
Und wenn ein Spieler diese Kosten nicht bezahlenwill oder kann, wird er auf die Kostenleiste gesetzt und erst dann zur Verfügung stehen, wenn alle Baumeister gezogen wurden. Immerhin kann der Baumeister dann kostenlos eingesetzt werden. Wohin der Spieler seinen Baumeister setzt, hängt von seinen strategischen Überlegungen ab : Welches der 14 Abschnitte ist momentan für ihn besonders interessant ? Doch leider hat jeder Abschnitt nur eine begrenzte Anzahl an Baumeisterplätze.
Spielphase III
Wir stellen uns den Spielplan vor und alle jetzt folgenden Abschnitte sind dort - angefangen rechts oben - gegen den Uhrzeigersinn aufgezeigt.Baumeister auf abgerechneten Abschnitten werden wieder zurück in den Sack gelegt.
1. Ereignis ( kein Baumeisterplatz ) Hier wurde zu Anfang der Runde eine Ereigniskarte verdeckt hingelegt.Es gibt positive oder negative Ereignisse, die jeden Spieler betreffen.Diese Karte wird jetzt aufgedeckt und ausgeführt.
2. Bischofssitz ( 1 Baumeisterplatz )Der Spieler, der hier einen Baumeister einsetzte, ist vor negativen Ereignissen unter Punkt 1. geschützt. Er hat die Wahl : Er kann sich vor einem negativen Ereignis schützen oder unabhängig vom Ereignis einen beliebigen Baustoff vom Baustoffmarkt nehmen.
3. Einnahmen aus der Wollmanufaktur ( kein Baumeisterplatz )Für jeden nicht eingesetzten Arbeiter in der Spielphase I erhält der Spieler ein Gold. Die dort eingesetzten Arbeiter nimmt der Spieler zurück.
4. Vorteilskarte nehmen ( 2 Bauplätze )
Zu Anfang jeder Runde werden dort zwei Vorteilskarten ausgelegt.Wer seinen Baumeister hier einsetzt erhält die entsprechende Vorteilskarte.Dies sind Karten, die Vorteile für das Spiel bringen. Da gibt es Ereignisse, die sofort ausgeführt werden, die einmalig eingesetztwerden - zu einem Zeitpunkt, wann es der Spieler für gut hält und Ereignisse,die dauerhaft gelten.
5. Siegpunkte im Priorei ( 2 Bauplätze )
Hier gibt es zwei Baumeisterplätze. Einen für 2 Siegpunkte und einen für einen Siegpunkt. Wer hier seinen Baumeister eingesetzt hat, erhält sofort die entsprechenden Siegpunkte.
6. - 8. Erträge aus Baustofffeldern ( keine Bauplatz )
Sie erinnern sich ? Dort hatten Sie Ihre Arbeiter in der Spielphase I eingesetztund dafür Baustoffkarten erhalten. Diese Baustoffkarten und Arbeiter werden nun abgerechnet. Anhand der erworbenen Baustoffkarten schaut nun jeder Spieler nach, wie viele Rohstoffe er aus den Baustofffeldern erhält. Diesenimmt er sich aus dem Vorrat und erhält seine Arbeiter wieder zurück.Die erworbenen Rohstoffe legt der Spieler erst mal vor sich hin. Sie werden in Abschnitt 13 in Siegpunkte umgewandelt. Dazu später mehr.
9. Königshof : Steuerbefreiung ( 1 Bauplatz und 3 zusätzliche Bauplätze )
Steuer wird mit einem Steuerwürfel ermittelt. Dieser zeigt an, wie viel Steuernein Spieler zahlen muss. Wer zu wenig Gold hat, muss für je 2 Gold sogareinen Siegpunkt abgeben. Wer hier einen Baumeister einsetzte, muss keineSteuern zahlen. Der erste Spieler, der einen Baumeister einsetzte erhält sogarzusätzlich einen sehr wichtigen Rohstoff : Metall. Diesen Rohstoff kann ein Spieler nur auf diese Weise oder durch Vorteilskarten erwerben.
10. Shiring : Handwerker nehmen ( 2 Bauplätze )
Hier liegen noch die zwei Handwerker, die in der Spielphase I ausgelegt wurden. Für seinen hier eingesetzten Baumeister erhält der Spieler den Handwerker kostenlos.
11. Burg von Shiring : 2 Arbeiter für die nächste Runde ( 1 Bauplatz )
Hier stehen 2 graue Arbeiter ( nicht schwarz(e) Arbeiter - um Missverständnissevorzubeugen ), die der Spieler nehmen darf, der seinen Baumeister dort einsetzte. Diese zwei grauen Arbeiter nimmt der Spieler zu seinem Arbeitervorratund kann sie in der nächsten Runde als normale Arbeiter - einmalig - mit einsetzen.
12. Kingsbridge Baustoffmarkt ( 4 Bauplätze )
Hier darf gekauft und verkauft werden. Unnötige Baustoffe werden abgestoßen, notwendige Baustoffe erworben.Die Baustoffe, die zur Verfügung stehen, sind allerdings begrenzt und werseinen Baumeister frühzeitig genug einsetzte, hat Vorteile.
13. Kathedrale : Siepunkte durch Handwerker ( keinen Bauplatz )
Am Ende der Runde bauen alle Spieler an der Kathedrale. Sie wandeln Ihre erworbenen Baustoffe in Siegpunkte um, indem Sie ihre vorhandenen Handwerker schaffen lassen. Eingesetzt Baustoffe kommen zurück in den Vorrat ( auf dem Spielbrett ). Allerdings ist es manchmal auch nötig, Baustoffe nicht einzusetzen, um sie für spätereRunden und damit besseren vorhandenen Handwerker sinnvoller einzusetzen. Allerdings kann man auf diese Art höchsten fünf Baustoffe behalten.
14. Nächster Startspieler ( 1 Bauplatz )
Wer hier seinen Baumeister einsetzte, ist automatisch der Startspieler der nächstenRunde. Steht dort kein Baumeister, wechselt der Startspieler im Uhrzeigersinn. Und schon beginnt die nächste Runde. Alles wird wieder auf Vordermann gebracht. Der Baustoffmarkt wird ergänzt, neue Handwerkerkarten und Baustoffkarten ausgelegt,neue Vorteilskarten ausgelegt usw........Am Ende jeder Runde wird eines der sechs Holzteile der Kathedrale auf das dafürvorgesehene Spielfeld gelegt. Und nach der letzten 6. Runde, ist die Kathedrale vollendet und der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt. das Spiel. Es gibt noch vieles zu diesem Spiel zu erklären. Aber ich hoffe, den Spielreiz haben Sie auch in dieser kürzeren Fassung gespürt.
Und doch ist die Spielanleitungund der logische, checklistenartige Spielablauf nahezu so perfekt erklärt, dass keineFragen übrig bleiben und nach ca. 20 - 30 Minuten Spielanleitung lesen auch das Spiel begonnen werden kann.
Dienstag, 10. April 2007
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